Gut gegen Nordwind

2006 · book

Gibt es in einer vom Alltag besetzten Wirklichkeit einen besser geschutzten Raum fur gelebte Sehnsuchte als den virtuellen? Bei Leo Leike landen irrtumlich E-Mails einer ihm unbekannten Emmi Rothner. Aus Hoflichkeit antwortet er ihr. Und weil sich Emmi von ihm angezogen fuhlt, schreibt sie zuruck. Bald gibt Leo zu: >>Ich interessiere mich wahnsinnig fur Sie, liebe Emmi! Ich weiss aber auch, wie absurd dieses Interesse ist.<>Es sind Ihre Zeilen und meine Reime darauf: die ergeben so in etwa einen Mann, wie ich mir plotzlich vorstelle, dass es sein kann, dass es so jemanden wirklich gibt.<< Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann es zum ersten personlichen Treffen kommt, aber diese Frage wuhlt beide so sehr auf, dass sie die Antwort lieber noch eine Weile hinauszogern. Ausserdem ist Emmi glucklich verheiratet. Und Leo verdaut gerade eine gescheiterte Beziehung. Und uberhaupt: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefuhle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?